Die Geschichte
| 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | ||
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| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2003-heute | |||||
In der Zeit vom September 2003 bis heute
haben wir im Sinne unserer Satzung gearbeitet. Es gab die
unterschiedlichsten Gruppenangebot, Vorträge und Beratung für Frauen.
Vom 28.3.-30.3.03 finden im Romanischen Haus die
2. Frauengesundheitstage statt:
Als neue Mitveranstalterin ist in diesem Jahr die Frauenberatung vom
Diakonischen Werk, Gelnhausen Kornelia Klauer mitverantwortlich. Zum
Auftakt hält Heide Roos den Vortrag: Berufstätige Frauen sind gesünder.
Am Samstag gibt es einen Workshop zum Thema: Wie Sie als berufstätige Frau in Ihrer
Partnerschaft garantiert scheitern!
Am Sonntag wieder wie beim ersten Mal das sehr gut besucht Frauenfrühstück
sowie die verschiedenen Schnuppermöglichkeiten z.B.:
- Entspannung - die Kunst nichts zu tun mit Kornelia Klauer im Diakonischen Werk
- Shiatsu mit Barbara Huljus im Frauenzentrum.
Einige Angebote aus dem diesjährigen Rundbrief:
- Wie sehe ich mich - Wie möchte ich gesehen werden? Wie Frau zu sein hat, wird uns täglich von außen suggeriert. Die Werbung zeigt uns den Weg zur Idealfigur und diktiert uns ewige Jugend. Ratgeber klären uns auf, wie wir spielend Beruf und Familie vereinbaren können. Und wir selbst? Wir mühen uns ab, diesen Idealbildern hinterher zu hecheln und kämpfen gegen unsere Unzulänglichkeiten. Wir können uns jedoch auch liebevoll betrachten, unsere Stärken sehen und annehmen üben, wie wir sind - ein Tag für ein positives Selbstbild, mit Ingrid Spiegel.
- Informationsveranstaltung zum Mietrecht, Referent ist Rechtsanwalt Azim von der Anwaltskanzlei Brinkmann und Schäfer.
Nach einer 2-jährigen Pause gibt es jetzt wieder den Integrationskurs für
ausländische Frauen in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt. Die Nachfrage
blieb beständig und 15 Frauen unterschiedlicher Nationalitäten nehmen an dem
Kurs teil. Leitung: Shanti Hoebel, Kursbegleitung: Cicek Dündar.
Am 18.9.03 begehen wir die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des
Frauenzentrums im Romanischen Haus. Mit Information, Unterhaltung, Gesang,
Musik und kulinarischen Genüssen. Wir freuen uns auf alle Menschen die mit uns feiern!
Das Frauenzentrum steht im Februar vor der wichtigen Frage:
Gibt es Frauen die im Vorstand mitarbeiten möchten? Anita G. Losch, Antonia
Ludwig und Martina Simon scheiden aus dem Vorstand aus. Ohne das Engagement einiger
neuer Frauen kann die Vereinsarbeit nicht mehr fortgeführt werden.
Am 22.2.02 werden in der Mitgliederversammlung Simone Mai als neue Vorstandsfrau
sowie Christa Hackel und Susanne Pfeiffer als Beisitzerinnen/ergänzender Vorstand gewählt
Somit ist zusammen mit den wieder gewählten langjährigen Vorstandsfrauen Shanti
Hoebel und Katharina Schäfer die Fortführung der Vereinsarbeit gesichert. Alle
anwesenden Frauen sind über diesen Wahlausgang sehr zufrieden.
Der neue Vorstand trifft sich 14-tägig und es werde verschieden Möglichkeiten zur
Neustrukturierung des Frauenzentrums erörtert. Eine Idee ist die Räume zeitweise
an selbstständige Frauen zu vermieten eine andere Idee neue Themenbereiche einzubeziehen.
Shanti Hoebel berichtet über die momentane stärkere Nachfrage von Frauen zur
Beratung in den unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Zum wöchentlichen Internetcafe sind Mädchen von
13 bis 18 Jahren zum Surfen, Chatten und zum Erlernen der vielfältigen
Möglichkeiten/Handhabung am Computer herzlich willkommen. Die Leiterinnen:
Nadine Häfner und Diana Vogel bieten u.a. Spiele zur Stärkung des Selbstbewusstseins an.
Vom 3. - 6.9.02 haben die Frauen des Englisch-Konversationskurses,
nach der Devise: Learning by doing, London unsicher gemacht. Dies war
eine lehrreiche und fröhliche Sprachreise. Nun treffen sich die Frauen wieder
hoch motiviert einmal wöchentlich um mit ihrer Kursleiterin
Stefanie Ross neue Lernschritte zu vollziehen.
Am 29.9.02 sind Frauen mit ihren Familien zum Sonntagsfrühstück
herzlich willkommen. Angeboten wird ein vollwertiges, vegetarisches Frühstück -
zubereitet von Rosa Maria Lenz, für einen leichten, fröhlichen Start in den Tag.
Ferner gibt es viele interessante Angebote wie z.B.:
- Eine Pilzwanderung mit der stadtbekannten Pilzexpertin Anni Emde. Das Startgeld geht als Spende an das Frauenzentrum.
- Im Oktober der Start einer Ayurveda - Halbjahresgruppe mit der Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin Rosa Maria Lenz.
- Wo bleibe ich? Eine Selbsterfahrungsgruppe für Frauen, die sich im Alltags- oder Berufsleben neu orientieren wollen, mit der Gestaltkörpertherapeutin Dagmar Georg.
- Entspannung und Meditation mit Shanti Hoebel.
- Einführung in die Gesichtsmassage mit Susanne Pfeifer.
- Verschiedene rechtliche Vorträge wie z.B. Mein Ehegatte/Partner ist Ausländer mit der Fachanwältin für Familienrecht Maria Rinkenberger-Binner.
- Information zum Erbrecht mit der Fachanwältin für Familienrecht Katharina Schäfer.
- Im November - Rhetorikkurs mit Katharina Schäfer in Kooperation mit Heike Schmidt, der Frauenbeauftragten der Stadt Gelnhausen.
Am 18.4.01 findet in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten
der Stadt, Heike Schmidt und der Frauenbeauftragten des MKK, Conny Keber im Rathaus
ein Informationsabend zum Thema Wechseljahre statt:
- Hat die Frau in unserer Gesellschaft in ihrem 4. und/oder 5. Lebensjahrzehnt überhaupt Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen etc.?
- Darf sie Symptome haben?
- Spricht sie lieber nicht darüber?
Teilnehmerinnen verschiedener Frauengruppen treffen sich einmal
wöchentlich zur Agenda 21 im Frauenzentrum, um lokale Themen, für eine umweltverträgliche,
nachhaltig Entwicklung für das 21. Jahrhundert aufzugreifen. Für das Frauenzentrum beteiligt
sich Anita G. Losch.
Am 23.5.01 referiert Kriminaloberkommissarin Andrea Schütt von der Kripo
Gelnhausen zum Thema Gewalt gegen Frauen organisiert von Christa Hackel.
Im Frühjahr 2001 regt Shanti Hoebel eine Frauengesundheitswoche in
Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Gelnhausen an.
In mehreren Treffen erarbeiten sie gemeinsam ein interessantes, vielseitiges Programm zur
1. Frauengesundheits-Woche in Gelnhausen. Sie findet vom 24.11.01 - 29.11.01 in der
ehemaligen Synagoge statt.
Zum Internationalen Frauentag, am 8. März hat das Frauenzentrum alle
interessierten Frauen und ganz besonders Asyl-Bewerberinnen aus dem Global Village eingeladen.
Eine Frau aus Nigeria berichtet von den gesellschaftlichen Regelungen, die in ihrer Heimat
gebräuchlich sind. Sie macht deutlich, dass weltweit noch viel für die Rechte und
Gleichberechtigung der Frauen getan werden muss.
Am 15.3.00 findet im Frauenzentrum einen Vortrag zur
Altersversorgung für Frauen unter dem Motto: Frauen sichern ihre Zukunft statt.
Am 5.4.00 gibt es die Möglichkeit zu einem Erfahrungs- und Interessenaustausch
zum Thema: Wechseljahre - Chance oder Krise?
An einem Wochenende im Mai findet ein Austausch- und Wohlfühltreffen
für ehemalige/jetzige Vorstandsfrauen unter Leitung von Shanti Hoebel in einem
schönen Seminarhaus, Nähe Bad Hersfeld, statt. Als besonderes Erlebnis blieb den Frauen
der Ausritt in die Natur, der Kontakt mit dem Pferd, in Erinnerung.
Unsere hauptamtliche Mitarbeiterin Anita G. Losch beendet
ihr Arbeitsverhältnis zum 31.7.00. Ihre Stelle wurde in den letzten 18 Monaten
über die Kooperationsverträge mit dem Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises und
der Evangelischen Kirchengemeinde Gelnhausen finanziert.
Ebenso scheidet Martina Simon nach Beendigung ihres Anerkennungsjahres zum 14.8.00 aus.
So ist das Frauenzentrum - der Vorstand - in der schwierigen Situation
keine fest angestellte Mitarbeiterin zur Verfügung zu haben. Die Vorstandsfrauen Shanti
Hoebel, Anita Losch, Antonia Ludwig, Katharina Schäfer und Martina Simon beschließen ein Notprogramm,
nach der Sommerpause, zur Aufrechterhaltung der wichtigsten Arbeiten des Frauenzentrums.
So übernehme 2 Frauen Öffnungszeiten, eine Beratungstermine und zwei die Kasse, Bank
und das Stellen von Anträgen. Birgit Fritscher arbeitet als geringfügig Beschäftigte
wöchentlich 2 Stunden im Büro. Die Erprobungsphase Bürodienst durch den Vorstand hat
sich trotz guten Willens und Engagements als ineffektiv erwiesen. Zudem brauchen wir die
Ressourcen der Vorstandsfrauen für die umfangreiche Vorstandsarbeit.
In dieser schier ausweglos erscheinenden Situation hat das
Frauenbüro des MKK eine zusätzliche Förderung von DM 3.000,- bereitgestellt.
Ab Dezember 2000 arbeitet Shanti Hoebel als freiberufliche Mitarbeiterin
in den Bereichen Projektarbeit und Beratung für Frauen in Trennungs- und
Konfliktsituationen mit. Ihr erstes Projekt ist Hilfe für Frauen in Afghanistan.
Das Jahr 1999 steht ganz im Zeichen des 400.Todestages von
Elisabeth Strupp, die 1599 als Hexe in Gelnhausen hingerichtet wurde.
Die Erarbeitung lokaler Frauengeschichte und da im Besonderen die Aufarbeitung der
Geschichte(n) um die als so genannte Hexen verfolgten Frauen und Männer, ist mittlerweile
zu einem Arbeitsschwerepunkt unseres Frauenzentrums geworden. Nunmehr ist in Zusammenarbeit
mit der Stadt Gelnhausen, der ev. und kath. Kirchengemeinde GN, dem Theologinnenkonvent
und dem Anna- Paulsenhaus ein Gedenkjahr für die als Hexe verfolgte Elisabeth Strupp geplant.
Sie ist als Pfarrerswitwe das prominenteste Opfer der Hexenverfolgung. Mit ihrer
Person soll exemplarisch aller Opfer der Verfolgung gedacht werden. Zudem werden
Mechanismen kollektiven Massenwahnes aufgearbeitet. Neben regelmäßigen Projekttreffen
im Frauenzentrum GN sind vielfältige Aktionsformen und Veranstaltungen geplant: z.B.
am 7.5.99 Ausstellungseröffnung im Hexenturm und Eröffnungsvortrag:
Ursachen der Hexenverfolgung mit Ina Batmartha und Anita G. Losch. Am 30.10.99
Uraufführung Theaterstück zu Elisabeth Strupp im Romanischen Haus und Enthüllung
der Skulptur.
Ab 1.6.99 bietet Andrea Scheitza einen Englischkurs für Kinder
der Grundschule an. Weiterhin gibt es wieder viele verschiedene Kurs und Informationsveranstaltungen.
Vom 15.8.99 - 14.8.2000 leistet Martina Simon ihr Anerkennungsjahr als Sozialpädagogin ab.
Der Umzug an den Obermarkt 6 hat sich positiv auf die Frequentierung
und Arbeit des Frauenzentrums ausgewirkt.
Ein 18seitiger neuer Rundbrief mit vielen interessanten Angeboten ist im Februar erschienen.
Shanti Hoebel beendet ihre Tätigkeit als ABM-Kraft im Mai 1998. Die
Begleitung der Projektgruppe: Wohnen Alt und Jung wird sie fortführen.
Im Juni feiert das Frauenzentrum sein 15-jähriges Jubiläum.
Alle Frauenzentrumsfrauen freuen sich riesig und haben viel Spaß bei der
Oldie-Disco im Gewölbekeller des CAFE Art.
In 1998 wird eine Arbeitsgruppe
Gedenkjahr 400. Todestag E. Strupp (bekanntestes Hexen- Opfer) ins Leben gerufen.
Einige Auszüge aus dem 2. Halbjahres-Rundbrief:
- Fußreflexzonenmassage - mit Barbara Huljus
- Ermutigungstraining - mit Claudia Schmidt-Wagenknecht
- Frauenforschungsprojekt: Geschichte jüdischer Frauen in Gelnhausen. In Analogie zu
unserem Hexenforschungsprojekt möchten wir in diesem Projekt
einen Themenschwerpunkt erarbeiten, den wir mit einer einführenden Vortragsreihe beginnen.
Referentin und Projektleiterin ist Ina Johanne Batmartha.Themen:
- Urmutter(Eva) oder Dämonin (Lilith)? Die Sicht der Frau in der Jüdischen Überlieferung.
- Machen Geburt und Menstruation die Frau unrein?
- Emanzipation und Tradition. Jüdisches Frauenleben in Deutschland.
- Spurensuche jüdischen Frauenlebens in Gelnhausen.
- Vortragsreihe zum Thema Scheidungsrecht:
- Kindschaftsrecht - mit Rechtsanwältin Maria Rinkenberger-Binner
- Zusammenleben ohne Trauschein - mit Rechtsanwältin Katharina Schäfer
- Yogakurs mit Sabine Hentschel.
- Bosnien Herzegowina - 2 Mädchen die als Kriegsflüchtlinge in Deutschland leben berichten über ihre Situation heute und während des Krieges in ihrer Heimat.
- Drogen - mit Günther Roth, Jugenddrogenberatung
- Integrationskurs für ausländische Frauen in Zusammenarbeit mit der AWO - mit Christa Hackel
- Gesprächsgruppe für Frauen in Trennungssituationen - mit Shanti Hoebel
- Frauen-Bibliothek - verwaltet von Eleonore Pidt
- In Kooperation mit dem Jugendamt des MKK leitet Anita G. Losch weiterhin die Mädchengruppe Freiwilliges Soziales Jahr.
- BVJ - Gruppe mit Dagmar Schmidt
- Interkulturelle Mädchengruppe - mit Brigitte Machnitzke
In Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde betreut
unsere hauptamtliche Mitarbeiterin Anita G. Losch den Seniorenclub Casino.
Am 2.7.98 treffen sich Engagierte und Interessierte zum Thema: Seniorenclub gestern,
heute und in Zukunft.
Vom 2.5.- 4.5.97 haben sich die 7 Frauen des neuen Vorstandes
des Frauenzentrums: Shanti Hoebel, Ulla Lauenroth, Anita Losch, Antonia Ludwig,
Karin Mattern, Stefanie Ross und Martina Schiesser, zu einem Arbeitswochenende auf der
Burg Rotenfels getroffen. Es gab einen intensiven und kreativen Austausch
zu den künftigen Arbeitsschwerpunkten des Vereines.
So sollen Themen bezogene Frauengruppen über weibliche Sexualität,
Wechseljahre, neue Lebensformen: z. B. Wohnen Alt und Jung und Kurse zu
Körperarbeit entstehen. Das Angebot von derzeit drei Mädchengruppen wird erweitert
werden. Es gibt Themenabende mit Diskussionen zur Bilanz und Ausblick
hinsichtlich der Errungenschaften der Frauenbewegung.
Am 13.5.97 beginnt ein Englisch-Konversationskurs mit Debra Burton.
Shanti Hoebel hat die Begleitung des Arbeitskreises: Wohnen Alt und Jung
übernommen. In dieser Funktion beteiligt sie sich, für das Frauenzentrum,
an der Veranstaltungsreihe: Wohnen im Alter, der Leitstelle für ältere Bürger
und des Frauenbüros des Main-Kinzig-Kreises, im Romanischen Haus.
Am 11.7. findet in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und
Naturschutz, eine Frauenkräuterführung statt. Die Führung steht unter dem Motto:
Frauenkräuter in der Natur. Es werden heimische Heilkräuter vorgestellt und
über deren Schutz und Gefährdung informiert.
Am 31.7. Infoveranstaltung zum Thema Frauenförderung am
Arbeitsplatz Flughafen Ffm. Es spricht die Frauenbeauftragte (VAF) Martina Rost.
Im Oktober gibt es verschiedene Kursangebote u.a.:
- Eine Pilzwanderung mit Anni Emde,
- die Fünf Tibeter zum Stressabbau auf körperlicher und mentaler Ebene mit Shanti Hoebel,
- Brigitte Machnitzke mit der Mädchen-Gruppe.
Auszug aus einer Einladung zum Einweihungsfest:
Stichwort: Brandaktuell und hoch motiviert, unser Umzug.
Unser Umzug im Juni in die neuen und zentral gelegenen Räume am Obermarkt
steht kurz bevor. Das schafft Perspektiven, Vorfreuden, viele Ideen, kurzum neue Chancen in
unserem Vereinsgeschehen für jede einzelne Mitfrau und Interessierte. Auf
der Grundlage Eurer Solidarität gehen wir in eine neue Runde unserer
Arbeit und so gilt es Euch an dieser Stelle für Euere Unterstützung herzlich zu danken.
Ja, wir können Euer Mitdenken, Mittun und finanzielle Beteiligung doch sehr
brauchen. Gelder zur neuen Möblierung wurden uns kurzum und unerwartet gestrichen
und eine zugesagte Umzugsleistung negiert. Solltet Ihr in finanzieller oder
energetischer Weise (Gestaltung der neuen Räume) Kapazitäten frei haben,
so seid Ihr aufs aller Heftigste und Herzlichste willkommen. Wenn dem nicht so
ist so seid Ihr auf jeden Fall zum Einweihungsfest am 7.11.97 geladen. So grüssen
wir Euch in dem Wunsch, doch in diesem Jahr noch von Euch zu hören! Mit schwesterlichen Grüßen...
Der Bereich Mädchenarbeit wurde erweitert. In Kooperation mit dem Jugendbildungswerk
treffen sich Schülerinnen wöchentlich zum Berufsvorbereitungsjahr.
Es findet ein Selbstverteidigungskurs Du musst Deinen Platz behaupten
für Frauen ab 17 Jahren, mit Barbara Walter statt. Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen, die
gezielt schlagen, treten und schreien größere Chancen haben, einem Angreifer zu entkommen,
als diejenigen, die sich passiv verhalten. Im Konfrontationstraining lernen wir uns in ganz
alltäglichen Situationen zu behaupten. Selbstbewusstsein und sicheres Auftreten sind Voraussetzung,
um die kleine Anmache auf der Straße, am Arbeitsplatz und Schule erfolgreich bewältigen zu können.
Das Frauenzentrum beteiligt sich mit einem Infostand und Essensverkauf
am Hessentag in Gelnhausen.
Durch die Förderung der Stadt Gelnhausen konnten die
regionalen Forschungen zum Thema Hexen vertieft werden. Die Frauenforschungsgruppe
erarbeitete eine fundierte Ausstellung, welche zum ersten Mal -anlässlich des Hessentages- im
Hexenturm zu besichtigen ist. Ebenso erschien die neue Dokumentation Die Hexenprozesse,
maßgeblich von Anita Losch dokumentiert.
Ein Pilotprojekt Alten-WG für Frauen in Gelnhausen startet
am 18.9.96 Initiatorin ist Ulla Lauenroth. 14.11.96 Der Zahn der Zeit nagt an unseren derzeitigen Räumen
den Innenputz ab, es stehen dringende, größere Renovierungsarbeiten an die seitens
des Vermieters nicht getätigt werden. Just in dieser Situation haben wir schöne
neue Räume am Obermarkt angeboten bekommen. Wir möchten alle am Frauenzentrum
interessierten Frauen zu einer Ortsbesichtigung am 18.11.96, samt anschließender Diskussionsrunde, einladen.
Inge Platz referiert zu Hildegard von Bingen.
Integrationskurs für ausländische Frauen in Zusammenarbeit mit der AWO mit Christa Hackel.
Die Mitarbeiterinnen Brigitte Machnitzke und Shanti Hoebel vom Verein
Frauen helfen Frauen e.V. Hanau bieten Beratungen für misshandelte Frauen an.
Weiterhin gibt es von der Beratungsstelle Lawine in Hanau, die Möglichkeit
zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema: Frauen als Mädchen missbraucht.
Daraus entsteht eine Selbsthilfegruppe unter fachlicher Begleitung von
Roberta Bandel-Greenhalg.
Die ABM-Stelle von Barbara Hammer läuft im März 95 aus.
Neue ABM-Mitarbeiterin wird ab September Anita G. Losch.
Im Rahmen der städtischen Vorbereitungen für das Stadtfest
825 Jahre Stadtrechte Gelnhausen traten städtische Gremien an das Frauenzentrum
zwecks inhaltlicher Präsentation zum Hexenthema heran. Es gründet sich daraufhin eine
Projektgruppe Lokale Frauengeschichtsforschung: Anita Losch ist maßgeblich an der
Auffindung verloren geglaubter Originaldokumente aus dem 16. und 17. Jahrhundert beteiligt.
Sie stellt in Zusammenarbeit mit der begleitenden Projektgruppe einen Stadtrundgang
Gelnhäuser Hexengeschichte zusammen. Erste Arbeitsergebnisse wurden im Hexenturm anlässlich
des 825jährigen Stadtjubiläums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese stellt eine
unabdingbare Ergänzung zu den ausgestellten Folterwerkzeugen dar, da sie
den historischen Zusammenhang vermittelt. Die hohe Besucherzahl und die positive
Resonanz auf die inhaltliche Darstellung der Ausstellung bestätigt das Interesse an
einer gründlichen und dokumentierenden Aufarbeitung der Zeitgeschichte.
Angela Braun und Brigitte Machnitzke - Leiterinnen des Mädchentreffs - bieten zum
ersten Mal eine Ferienfreizeit an. Alle kommen begeistert von der Hollandfahrt zurück.
Vom 10. bis 20.11.95 findet die Ausstellung zur Lebensrealität statt.
Regina Hoebel bietet ein Shiatsu-Wochenende zum Thema Meridiane an.
Jeden Freitag ist der Lesbentreff für interessierte Frauen geöffnet.
Am 1.4.94 beginnt Barbara Hammer als ABM-Mitarbeiterin.
Für die Finanzen und Buchhaltung wirkt Claudia Galetzka unterstützend für den Vorstand.
Dieser setzt sich zusammen aus Shanti Hoebel, Marion Kleinfeller, Anita Losch und unterstützend
als Beirätin Sabine Kutschbach-Vetter.
Das Frauenzentrum hat sein Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsangebot in der Gelnhäuser Region
konsolidiert und ist im psychosozialen Versorgungssystem zu einer wichtigen Anlaufstelle
und interessanten Kooperationspartnerin geworden.
Ein neuer Rundbrief erscheint mit vielen interessanten Angeboten, wie z.B.:
- Ein Workshop Genug ist nie genug???: Mütter-Schuldgefühle mit Dr. med. Gesine Göring-Haschemian.
- Tarot: Bei Hellsehern in den falschen Händen mit Gotlind Kaspar.
- Feministische Theologie im Frauenzentrum mit Ina Petermann unter dem Titel Männermacht und Frauenpower.
- Afrikanisches Trommeln in der Zehntscheune mit Sandra Elischer.
Am 26.9.94 findet in Zusammenarbeit mit dem Kreisfrauenbüro eine Lesung mit Sonja Ritz mit dem Thema
Es gibt kein Frauenland statt.
Am 7.10.94 gibt es einen Informationsabend mit Maria Seipel-Eberhardt zum Lagebericht Kurdistan.
In einer Veranstaltung am 27.5.93 Hilfe für misshandelte jugoslawische Frauen
wurde auf die Situation der Frauen in Jugoslawien aufmerksam gemacht.
Am 27.9.93 findet eine außerordentliche Mitfrauenversammlung statt um die
schwierige Situation - sowohl finanziell als auch personell - des Frauenzentrums
zu diskutieren. Der Vorstand sieht sich nicht in der Lage die Geschäfte des Frauenzentrums
fortzuführen und tritt geschlossen zurück.
Der Verein soll aufgelöst werden. Dies wird durch das engagierte Aufdrehten von
Shanti Hoebel und Anita Losch, die beiden Frauen welche maßgeblich an der Verhinderung
der Schließung des Frauenzentrums im Frühjahr 1985 mitgewirkt hatten, abgewendet.
Ein neuer Vorstand übernimmt Verantwortung in dieser prekären Situation des Frauenzentrums
und erhält damit den Frauen der Region eine wichtige Anlaufstelle. Im Vorstand
sind Shanti Hoebel, Marion Kleinfeller und Roswitha Roeder, Anita Losch bietet ihre
Unterstützung an. Sabine Kutschbach-Vetter scheidet am 30.10.93 als ABM-Mitarbeiterin aus.
Aufruf zur Demonstration am 14.6.93 an der Kinzigbrücke in Gelnhausen -SCHWEIGEND UND IN SCHWARZ-.
Vom 14.-25.6.93 findet in Wien die UN-Welt-Menschenrechts-konferenz statt.
Nur aufgrund einer Petition von Frauenorganisationen mit mehr als 250.000
Unterschriften setzte die Konferenz Frauenrechte und sexistische Gewalt auf ihre Tagesordnung.
Menschenrechte sind auch Frauenrechte!
Nach den Osterferien 1992 beginnt der Mädchentreff für
12 bis 14 jährige Mädchen. Er soll ein offenes Angebot sein, das heißt die Mädchen
bestimmen die Inhalte und Struktur möglichst selbst. Dabei werden sie von einer erfahrenen
Pädagogin begleitet, die auch Aktivitäten außerhalb des Frauenzentrums anbietet.
Eine Mutter-Kind-Gruppe trifft sich wöchentlich im Frauenzentrum.
Am 8.3.92 verfassen Frauenzentrums-Frauen eine Protestnote an die Botschaft von Kuwait in Bonn.
Das Frauenzentrum übernimmt Patenschaften für vergewaltigte jugoslawische Frauen.
Sabine Kutschbach-Vetter ist weiterhin als hauptamtliche ABM-Kraft im Frauenzentrum tätig.
Am 1.2.91 tritt Sabine Kutschbach-Vetter ihr Halbtagsstelle
als neue ABM-Kraft an. Dies stellt eine große Erleichterung in der
Abwicklung der Arbeitsabläufe unseres Zentrums dar.
Es gibt mehr Raum für inhaltliche Arbeit, tägliche Öffnungszeiten
und Kontinuität in der Beratungsarbeit.
Im März 1991 sind insgesamt 10 Computerkurse abgeschlossen worden, die in
Zusammenarbeit mit dem Software-Haus Frankfurt durchgeführt wurden. Ein neuer
Antrag für sechs weitere Kurse wurde genehmigt, die Mittel jedoch so erheblich
gekürzt, dass sie nicht mehr mit dem Softwarehaus Ffm. fortgeführt werden konnten.
Frau De la Cruz (DAG Wächtersbach) hat angeboten die Kurse erheblich günstiger durchzuführen.
Am 17.4.1991 wählt die Mitfrauenversammlung Lucia Fladung, Sigrid Franz,
Marion Kleinfeller, Christina Pauli, Maria Rinkenberger-Binner, Anette Weis und
Ursula Zwergel als Vorstandsmitglieder.
Nach intensiver Suche haben wir ein neues Domizil für unser Zentrum in der
Kuhgasse gefunden. Im Mai wollen wir mit Schwung und Elan umziehen. Viele helfende
Hände werden hierfür gebraucht - deswegen unsere Bitte: Kommt so es Euch irgend möglich
ist und bringt gute Laune mit. Wir werden uns mit einem schönen Einweihungsfest belohnen!
Die große Einweihungsfete fand dann am 23.8.91 mit der Frauenmusikgruppe Catanja statt.
Seit 1.7.91 ist das Frauenzentrum Mitglied im DPWV.
Jeden Montag trifft sich die Lesbengruppe Frauen lieben Frauen.
Am 25.8.91 Tagesseminar - Frauen spielen Theater in der Stadthalle Gelnhausen.
In Zusammenarbeit mit der VHS beginnt der Frauengesprächskreis
Partnerschaftliche Beziehungen, geleitet von Shanti Hoebel.
Es finden kontinuierliche Treffen der Konzeptions- und Finanzierungsgruppen
statt. Beide Gruppen arbeiten mittlerweile regelmäßig, einerseits um die Frauenzentrumsarbeit
neu zu strukturieren, andererseits um für die inhaltliche Arbeit eine finanzielle Grundlage
zu schaffen. Zurzeit sind wir ohne hauptamtliche Mitarbeiterin, da uns für eine Stelle
die finanziellen Mittel fehlen. Mit einer Honorarkraft versuchen wir die nötigste Basisarbeit zu gewährleisten.
Die Mitfrauen-Versammlung wählt am 21.5.90 Marion Kleinfeller,
Uschi Reinhardt, Ramona Weigelt, Anette Weis und Ursula Zwergel als neuen Vorstand.
Einführung in Tarot, mit Gotlind Kasper.
Frauen treffen sich, in einer festen Gruppe, einmal wöchentlich zum Thema Trennung.
Im Juni bietet Dhyan Shanti Hoebel ein Bauchtanz-Schnupperkurs mit der Möglichkeit
zu einem fortlaufenden Einführungskurs an.
Im September hält Roswitha Heil den Vortrag Frauen in der Lebensmitte.
Im November zeigt die Wanderausstellung Frauen aus aller Herren Länder in der ehemaligen
Synagoge, die vielschichtige Beziehung und Verflechtung zwischen der so genannten Ersten
und Dritten Welt. Die Ausstellung wurde von 15 Frauen aus sechs verschiedenen Ländern erarbeitet.
Den Initiatoren ist es wichtig den Mut und die Kraft von Frauen im Verändern ihrer
eigenen Welt darzustellen.
Wir suchen neue Räume für das Frauenzentrum da unser Vermieter trotz mehrfacher
Aufforderungen dringende Instandsetzungsarbeiten nicht getätigt hat.
Die Reihe Tagesseminare mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e.V.
Wiesbaden startet in 1989 mit dem Thema: Frauengestalten in Märchen und endet im Mai
mit Frauenbewegung in Deutschland.
Der neue Vorstand setzt sich aus folgenden Frauen zusammen: Mechthild Drühe-Pachl,
Christine Geißler, Marion Kleinfeller und Ursula Zwergel.
Auch in diesem Jahr ist die Sicherung der Halbtagsstellen des Frauenzentrums ein oft
erörtertes Thema; die finanzielle Unterstützung der Stadt Gelnhausen fehlt noch immer!
Im Mai tanzt Anatta Hahnemann im Rahmen eines Orientalischen-Festes in der Stadthalle für uns.
Im November 1989 überreicht Landrat Eyerkaufer einen weiteren Scheck
an das Frauenzentrum und bedauert die negative Haltung der CDU in Gelnhausen.
Im Dezember gibt es eine Ausstellung Mädchen im Bilderbuch in den Räumen der SEKOS.
Zur Beschreibung der aktuellen Situation des Frauenzentrums wird ein
Infobrief an alle Mitfrauen verteilt. Erfreulicher Weise gewinnt die Arbeit im
Frauenzentrum immer mehr an Kontinuität und die Nachfrage der Frauen an Seminaren,
Kursen, Infoveranstaltung und zu aktuellen Themen, steigt.
Ein neuer Rundbrief mit vielen Angeboten erscheint im Februar. Eine der aktuellen
Infoveranstaltungen ist ein Vortrag mit Dr. Luetkens, Hess. Sozialministerium Aids - die moderne Seuche.
Wir starten die Kampagne Frauen-Nacht-Taxi in Gelnhausen.
Die beiden ABM-Stellen laufen nach dem zweiten ABM-Jahr im April aus, da das Frauenzentrum
eine Übernahme nach dem dritten Jahr nicht zusagen kann. Dies gefährdet die bisher so
erfolgreiche Arbeit des Frauenzentrums. Eine Halbtagsstelle wird dann doch im dritten Jahr von Arbeitsamt
gefördert! Helga Müller-Noll setzt ihre Tätigkeit als ABM-Kraft fort während die Stelle von
Ilse Hoebel im April endet.
Elisabeth Gros erweitert mit viel Einsatz und neuen Büchern unsere Bibliothek.
Veranstaltungen in 1988:
- Lesungen mit der Schriftstellerin Saliha Scheinhardt.
- Im Juni: Ich habe Krebs... Erfahrungen einer Krebskranken.
- Im Juli: Natürliche Geburt. Geburt zwischen Selbstbestimmung und Institution.
- Ab Oktober finden mehrere Tagesseminare mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e.V. Wiesbaden statt.
- Im November in der Stadthalle: Die Frau als Ware.
Im zweiten Rundbrief 1988 wird auf das wöchentliche Frauencafe und den
daran anschließenden Kneipenabend an jedem Donnerstag aufmerksam gemacht.
Im April 87 findet ein Aktionstag zum §218 statt und ein
Treffen für einen Austausch zur geplanten Volkszählung.
Landrat Eyerkaufer stellt einen Zuschuss von ca. 5.000,-- DM in Aussicht.
Im Frühjahr gibt es Vollwertkochkurse mit Heide Clemens.
Im Juni erscheit der neue Rundbrief und informiert u.a. über eine Kunstausstellung mit
Ölgemälden von Momo und Keramik-Skulpturen von Rosemarie Wentz-Liem im Frauenzentrum. Im August
87 beginnt eine Reihe von Tagesseminaren wie zum Beispiel:
- Seminar Typisch männlich - Typisch weiblich in Zusammenarbeit mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e. V. Wiesbaden
- Tagesseminar zum Thema Sprachmacht: Feministische Theologie mit Anita Losch
20.11.87: Frauenfete mit Ein-Frau-Maskentheater von Sabine Rehder im Frauenzentrum.
Landrat Eyerkaufer überreicht am 27.11.87 einen Scheck über DM 10.000,-- als Anerkennung für
die geleistet Arbeit des Frauenzentrums.
Vorstandsfrauen in 1987/88 sind:
Ingrid Glück, Elisabeth Gros, Gabi Hinterberger, Ursula Isaac, Anita Losch, Ingeborg Mang und Ute Pretzer.
Die ABM-Stellen sind von Ilse Hoebel und Helga Müller-Noll besetzt.
1.2.1986, 15.000,-- DM Zuschuss für das Frauenzentrum von dem Stadtparlament (CDU-Mehrheit)
abgelehnt! Der Bürgermeister der Stadt Gelnhausen, Herr Michaelis besucht im Februar das
Frauenzentrum. Er überzeugt sich von der Kälte in den schlecht isolierten Räumlichkeiten
und stellt Hilfe, seitens der Stadt, in Aussicht.
Bis Februar 1986 traten weitere 14 Frauen dem Verein bei.
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März, treffen sich viele Frauen um
zusammen zu feiern und an den vielfältigen Angeboten des Frauenzentrums teilzunehmen.
Das Arbeitsamt Hanau bewilligt zwei Halbtagsstellen. Anita Losch und Ilse Hoebel
nahmen im April 1986 ihre Arbeit auf. Damit wurde ein großer Schritt
zur kontinuierlichen Arbeit des Frauenzentrums getan.
26.4.1986: Einweihung der Gedenkstätte am Hexenturm, Enthüllung der Statur Rufende
durch die Schöpferin Eva-Gesine Wegner und gleichzeitig der Tag von Tschernobyl!
Im Juni 86 starten die Frauen vom Frauenzentrum die Aktion Milchpulver. Als Alternative
zur Frischmilch, vor deren Verzehr, direkt nach dem Atomreaktorunfall, gewarnt wurde.
Eine Frauengruppe erarbeitet die Dokumentation Frauen ehren Hexen. Dies findet
großes Interesse bei den Frauen auch über die Grenzen von Gelnhausen hinaus.
Am 8.6.86 beteiligt sich das Frauenzentrum an dem Projekt DINNER PARTY in der
Alten Oper in Frankfurt, Organisatorinnen sind Dagmar von Garnier und Eva-Gesine Wegner.
Der erste Rundbrief erscheint im August 86 als Information über die laufende Arbeit
und über neue Gruppenangebote im Frauenzentrum. Dieser wird zur festen Einrichtung
als Informationsträger des Frauenzentrums.
Im November 86 beginnt eine Serie von Filmabenden in der Zehntscheune und ab Dezember
findet an einem Nachmittag in der Woche das Frauen-Kontakt-Cafe statt.
Um die Schließung zu verhindern wurden verschiedene Frauen aus
Gelnhausen aktiv. 30 Frauen folgten einem Presseaufruf, und entschieden, nach einer intensiven
Diskussionsrunde, sich gemeinsam für den Fortbestand des Frauenzentrums einzusetzen. Im Frühjahr
1985 wurden die Arbeit inhaltlich von und für Gelnhäuser Frauen konzipiert und kontinuierlich aufgebaut.
Der Mittwochabend wird ein fester Termin für einen Offenen Treff mit den Möglichkeiten zum
Reinschauen, Kennenlernen, Austauschen und zum Besprechen von organisatorischen Punkten.
Anlässlich des Altstadtfestes am 1.6.85 lädt die Stadt Gelnhausen zur Eröffnung
des restaurierten Hexenturms ein. Die Ankündigung des Auszugs der Hexen aus dem Hexenturm
- ein Zug durch die Altstadt zum Obermarkt und dort großes Hexentreiben mit der Hexengruppe
Inzlingen - löste eine große Protestaktion von Gelnhäuser Frauen in Verbindung mit dem Frauenzentrum aus.
Am 26.6.1985 wählten die 30 Mitfrauen einen neuen Vorstand. Dieser setzte sich aus
folgenden Frauen zusammen: Ilse Hoebel, Anita Losch, Ingeborg Mang, Annette Otte, Ute Pretzer, Sabine Rehder und
Hermine Weber - Coy Im Juni startete die Mutter/Vater-Kind-Gruppe mit ihren wöchentlichen Treffen im Frauenzentrum.
Im Dezember 85 entsteht in Zusammenarbeit mit Herrn Ötzogul von der AWO, der
erste Alphabetisierungskurs für türkische Frauen.
Mit den Mitgliedsbeiträgen von je monatlich DM 10,-- und mit
Spenden (Stand 23.5.84: DM 3.800,--) wurde das Material für die umfangreichen Renovierungsarbeiten
finanziert. In einer Pressemitteilung informierte Ingrid Engelbart über die sich bildenden
ersten Gruppen zu folgenden inhaltlichen Themen: Gestaltung - Zeitungsleserinnen - Für uns selbst.
Es gab erste Informationsveranstaltungen wie z. B. von Pro Familia Hanau zum § 218, Mutterschutzregelungen
und Beratungsarbeit.
Die starke Beanspruchung der Frauen durch die Renovierungsarbeiten zum
Einen, die inhaltlich dominierende, auch eingrenzende Arbeit der nicht aus Gelnhausen
stammenden Frauen zum Anderen, lies keinen Raum für Begegnungen mit Gelnhäuser Frauen. Das Ziel
der damals verantwortlichen Frauen war es, eine Kontinuität in die laufende Arbeit des
Frauenzentrums zu bringen. Es gab zwischen ihnen und Gelnhäuserinnen kaum Kontakt, so konnten die
gesetzten Ziele nicht erreicht werden. Folge war der Rückzug fast aller aktiven Frauen. Mit nur zwei
noch motivierten Frauen stand das Frauenzentrum kurz vor der Schließung.
Am 1. März 1983 war es dann soweit; der Verein Frauenzentrum Gelnhausen e. V.
wurde von 27 Frauen gegründet.
Diese wählten aus ihrer Mitte den ersten Vorstand:
Irmgard Nietzsche, Brigitte Schneider, Maria Schreiber, Heideliese Schwieger und Ingeborg Soika.
Auszug aus der gemeinsam erstellten Satzung:
§3 Zweck des Vereins
- Das Frauenzentrum e.V. ist zugänglich für alle Frauen.
- Ein Zweck des Vereins besteht darin, Frauen in allgemeinen Lebensfragen und besonderen Lebenssituationen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten.
§4 Gemeinnützigkeit
- Der Verein verfolgt in der Durchführung der in §3 genannten Aufgaben ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Tante-Emma-Ladens wurde dieser als geeignete
und ausbaufähige Räumlichkeit für das neue Frauenzentrum angemietet. Der Laden, ein ca. 40 qm
großer Raum mit angrenzender 2-Zimmerwohnung, befand sich in einem sehr desolaten Zustand.
Er bedurfte einer grundlegenden Renovierung, die von den Frauen mit viel Power und
Kreativität angegangen wurde. Zum Ausgleich setzte der Hausbesitzer die monatliche
Miete von DM 400,-- für 15 Monate aus.
Anfang 1982 gründete eine Sozialarbeiterin des diakonischen Werks
in Gelnhausen mit allein stehenden Frauen einen Gesprächskreis. Da sie keinen eigenen
Raum zur Verfügung hatten, wuchs bei einigen Frauen Unzufriedenheit über diesen Zustand.
Auf der Suche nach einem Raum fanden sie einen leer stehenden ehemaligen Tante-Emma-Laden
am Obermarkt in Gelnhausen. Per Zeitungsaufruf suchten sie Frauen, die mit ihnen das Projekt:
Gründung eines Frauenzentrums wagen wollten.
Zu dem darauf folgenden Treffen kamen ca. 20 Frauen und beschlossen einen Verein
zu gründen um eine Basis für dieses Vorhaben zu schaffen.